Detlev Löll

Detlev Löll kam 1959 in Hamburg zur Welt, machte dort das Abitur und startete 1980 seine Schiffbauer Karriere in der Werft Blohm & Voss, welche er als Stahlschiffbauer Geselle verließ. Danach wechselte er für ein Jahr an das Hamburger Thalia Theater und baute als Theaterschlosser Kulissen und Requisiten aus Metall. Nach diesem Ausflug in die Theaterwelt baute er ab 1983 an der Universität Hamburg Boote und Kajaks aus Holz und Fiberglas für Forschungsprojekte und für den universitären Sportbetrieb. Dort arbeitete er auch als Dozent und Ruderlehrer. In Lübeck erwarb er anschließend 1986 seinen Meister im Boots- und Schiffbau. Sein Meisterstück war ein Racing Shell aus Kohlefaser.

Als nächstes ging Detlev nach Spanien und arbeitete für die Werft “Varadero Rio Piedras“ in der Stadt El Rompido. Hier baute und reparierte er ab 1987 zwei Jahre lang Yachten und Fischerboote aus Holz und Stahl. Seine nächste Station wurde 1989 Cogolin in Frankreich, wo er für das Unternehmen “Yachtservice Mordziol“ Yachten zwischen 11 m und 45 m wartete und reparierte. Zu dieser Zeit begann Detlev auch erstmalig als Gutachter und Berater zu arbeiten.

Nach der Wiedervereinigung ging Detlev 1991 nach Wolgast und initiierte dort das Projekt “Fridtjof Nansen". Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme restaurierten 254 zuvor Arbeitslose unter Detlevs Leitung drei Großsegler, um sie als Jugendsegler einsetzen zu können. Das Projekt führte 1994 schließlich zur Gründung der Fridtjof Nansen Werft GmbH, einer Werft für Holz- und Stahlschiffe mit 20 Mitarbeitern. Zwischenstationen waren die Geschäftsführung der Werftbetriebe navcon.naval consulting GmbH und neptun Peenemünde GmbH.

2007 gründete Detlev die Detlev Löll Ingenieur Büro GmbH, diese befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Entwurf und der Konstruktion von Megayachten und Großseglern sowie deren Wartung und Restauration. Von 2009 bis 2011 leitete Detlev den Nachbau des Rennschoners “Germania Nova“ (Design, Engineering, Baubeaufsichtigung) und übernimmt seit der Fertigstellung das Management der Yacht.

Seit 2015 ist Detlev Inhaber und CEO der Detlev Loell Riggers Ltd. mit Hauptsitz in London und Zweigstelle in Peenemünde. Das Unternehmen mit 26 Angestellten ist spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Installation von Rigs für Großsegler.

Kürzlich hat Detlev das Training der Crew des neuen Segelschulschiffs der indonesischen Marine, der 110 m Bark “BIMA SUCI“ durchgeführt und die finale Abnahme und Übergabe des Schiffs erfolgreich abgeschlossen. Aktuell überwacht er nach deren Überführung aus den USA die Restauration der Viermastbark “Peking“ auf der Peters Werft in Wewelsfleth.

Detlev ist verheiratet und lebt mit seiner Frau Ursula Latus in Peenemünde. Ursula ist ebenfalls Bootsbau Meisterin  und ihre Firma “boot-workshop GmbH“ bietet Laien aber auch handwerklich Erfahrenen die Möglichkeit, unter Anleitung ihre eigenen Kanus und Kajaks zu bauen.

Weitere Tätigkeiten:

  • Seit 1989 Selbstständiger Gutachter und Berater
  • Seit 1995 Gutachter für Großsegler mit Zulassung von Lloyds Register
  • Seit 2006 Vorsitzender des Verbands der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen (VBS)
  • Seit 2008 Einer von drei zugelassenen Großtakelagengutachtern des Germanischen Lloyd

Mitgliedschaften:

  • Society of Naval Architects and Marine Engineers (USA)
  • Verband Mecklenburg-Vorpommerscher Schifffahrtssachverständiger (VMVS)
  • Schiffbautechnische Gesellschaft
  • Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW)
  • Verband der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen (VBS) - (Vorsitzender)

Nautische Erfahrung:

  • Atlantiküberquerung mit einem Dreimastschoner
  • Island Umsegelung mit einer Brigg
  • Teile der Nordostpassage mit einem hölzernen Segler

Mit Yachten und diversen kommerziellen Segelschiffen von 10 m bis 122 m Länge:

  • Island, Grönland, Spitzbergen
  • Arktischer Ozean bis zur Polarkappe
  • Nordatlantik
  • Golf von Biskaya
  • Karibik
  • Singapur

Bau von Takelagen, vom Kutter bis zur Viermastbark / Position an Bord von Deckhelfer über Ingenieur, Kapitän bis Koch für die gesamte Besatzung / 16 Jahre lang Besitzer einer 50 m Brigg / Sail Captain einer 110 m Bark

Lars Spieckermann

Lars Spieckermann wurde 1986 in Bad Saarow am Scharmützelsee geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Nach seinem Zivildienst in der Rettungsstelle des Helios Klinikums Bad Saarow studierte Lars an der Technischen Universität Berlin Verkehrswesen mit dem Schwerpunkt Schiffs- und Meerestechnik. Sein Studium schloss er im Jahr 2014 mit dem Titel Master of Science erfolgreich ab.

Während des Studiums arbeitete Lars als Segellehrer und als Bootsführer klassischer Motorboote. Des Weiteren absolvierte er ein handwerkliches Praktikum mit anschließender mehrjähriger Nebentätigkeit bei der Bootsmanufaktur Gesellschaft zur Erhaltung klassischer Wasserfahrzeuge mbH sowie ein Praktikum bei Detlev Löll während des Masterstudiums.

Lars ist verheiratet und hat eine Tochter. Seit Oktober 2017 wohnen er und seine Familie auf der Insel Usedom.

Seglerische Erfahrung konnte Lars schon während seiner Kindheit und Jugend in den Bootsklassen Optimist und 420er sammeln. Auf traditionellen Segelschiffen segelt Lars seit 2012, u.a. auf dem Rennkutter Nobile.

Während eines Praktikums bei Detlev Löll im Jahr 2012 lernten sich Detlev und Lars kennen. Aufbauend auf dem Praktikum und mit Unterstützung von Detlev schrieb Lars 2014 seine Masterarbeit mit dem Titel Festigkeitsberechnung eines auf Gewicht zu optimierenden Großseglerriggs am Beispiel des Fockmastes der HMS Beagleì.

Im Juni 2014 wurde Lars als Mitarbeiter bei Detlev Löll eingestellt, ist seitdem an allen Projekten der Firma maßgeblich beteiligt und konnte seine Fähigkeiten und sein Wissen weiter ausbauen.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Detlev wurde Lars im Oktober 2016 zum Geschäftsführer der Detlev Löll Ingenieurbüro GmbH berufen und konnte ein Jahr später auch als Gesellschafter in das Unternehmen eintreten.

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